# 020 Veranda Cracklin‘ Queen

No 020 Veranda Cracklin‘ Queen (1981 Fender Lead I)

Die Cracklin‘ Queen ist nun wirklich kein Eigenbau von mir. Sie ist eine astreine Fender Lead I Gitarre von 1981. Das absolut Besondere und Bemerkenswerte ist der Zustand des Originallacks! Fender hat bis Mitte der 1960er Jahre Lack auf Nitrobasis verwendet. Als man relativ schnell bemerkt hat, dass dieser nach einigen Jahren gern zu reißen beginnt, fand man das gar nicht gut und hat auf Polyesterlacke umgestellt. Erst Mitte der 1990er Jahre wurde es dann wieder sexy, Risse im Lack seiner E-Gitarre zu haben. Und seit ein paar Jahren ist es ja schon fast „Standard“ neue Gitarren mit gerissenem Lack anzubieten. Vollkommen unbeliebt und vor allem auch ungewollt war dies jedoch Anfang der 1980er Jahre. Doch aus dieser Zeit gibt es einige Exemplare, deren schwarzer Lack mit zu wenig Weichmachern versehen war. Ein Fehler, den man schnell wieder abgestellt hat. Meine „Lead“ ist ein wirklich extremes Opfer dieses Effektes: neben den zahllosen tiefen Rissen hat sich auch noch die Farbe von schwarz in eine Art graublau zu transformieren begonnen. Mir gefällt das recht gut so. Da die „Lead“ ohne Pickguard und Elektrik in meinen Besitz kam,  hab ich sie mit einem alten gestaggerten Stratocaster Pickup ausgerüstet und ein Pickguard aus farbig passendem „blue pearl“ Material handgefertigt. Jetzt waren nur noch die glänzenden Chromteile optisch unpassend. Abhilfe hat AWM Guitars & Parts aus Nürnberg geschaffen: dort hat man mir die original Mechaniken, Brücke und die Halsplatte verkupfert! Auch der Pickup-Rahmen und der Potiknopf stammen von dort. Der Look nennt sich „Copper age“. Somit hat diese alte Fender Lead ein in neudeutsch „Veranda Makeover“ erhalten. Noch mehr „relic“ geht fast nicht.

 

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