# 043 Veranda Casterix

No 043 Veranda Casterix

Beim Teutates. Wer sich noch nie für eine halbe Stunde mit einem Asterix-Comic in eine stille Ecke verzogen hat, sollte auch diese Gitarre auslassen. Alle andern dürfen gern weiterlesen. Zu Ehren des gallischen Widerstandes gegen die römische Übermacht im Jahre 50 v. Chr. hab ich dieses Instrument mit Dorfcharakter gebaut. Der teleartige Korpus wurde mit einem raren Palisaden-Binding gefasst. Die Technik des Palisadenbindingbaus hab ich mir in der Bretagne nördlich von Rennes bei den Nachfahren der damaligen Widerständler zeigen lassen. Der Fischhändler Verleihnix hätte wohl mehr zum „Harringbone/Fischgrät-Binding“ geraten, aber seine Meinung wird wegen des zweifelhaften Rufes seiner Produkte nicht sehr hoch geschätzt. Im oberen linken Horn findet man die beiden Kumpels Obelix und Asterix, gegenüber am Cutaway schaut der Druide Miraculix etwas ratlos auf die Gitarre. Links der Brücke bekommt der Häuptling Majestix grade einen verbalen Einlauf von seinem geschätzten Eheweib Gutemine verpasst. Auch der Dorfschmied Automatix erhebt gerade seinen Hammer gegen obengenannten Fischhändler – der Fisch hat wohl wieder mal etwas streng gerochen. Ganz unten neben dem Veranda-Brandzeichen flirtet der ewige Lustgreis Methusalix nahezu unbeobachtet mit der Dorfschönheit Falbala – sehr schlau! Und für alle Gitarristen, die denken, dass die Welt ohne ihr Spiel so viel ärmer wäre, findet man ganz oben an die Kopfplatte gefesselt und geknebelt auch noch den Barden Troubadix! Man mag ihn eigentlich nur, wenn er keine Geräusche von sich gibt. Ansonsten gibt es eine fixe Brücke mit „String through body“ und einen DiMarzio Humbucker gebaut aus einem alten Kupferkessel. Der Stegtonabnehmer ist ein alter „Entwhistle White“ von Hohner. Beachtenswert sind auch der Poti- und der Schalterknopf, ebenfalls aus Palisaden gebaut! Nur für Fans! Die Außenaufnahmen wurden übrigens in den weitläufigen Waldgebieten zwischen Kleinbonum und Aquarium gemacht. Im Video versuch ich der Casterix die Töne von „Darby Kelly“ zu entlocken – hier in der Bearbeitung von Status Quo für zwei Gitarren.

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