# 036 Veranda Dewelectro

No 036 Veranda Dewelectro

Hier nun die zweite Veranda „Blended Scotch Whisky“ Gitarre: die Dewelectro (sprich „Djuh-Electro“). Wer sich näher für den „White Label“ von John Dewar und seinen Söhnen aus Perth in Schottland interessiert, sollte sich am besten das Verköstigungs-Video von Horst Lüning ansehen. Immer wieder informativ und unterhaltsam. Leider gibt es von den allermeisten Single Malts keine so tollen Transportkisten, die sich für den Gitarrenbau eignen würden. Deshalb erst mal die „Blends“ – die waren der klassische „Scotch“ vor 1970 und wurden somit in geschmackvoll gestalteten und stabilen Holzkisten in die ganze Welt verschickt. Passend zur Kiste hab ich auch noch eine ungeöffnete Flasche – wohl beides aus den 1950er Jahren. Das fiese an diesen alten Whiskypullen ist, dass sie nur ungeöffnet einen gewissen Wert darstellen, obgleich man schon gerne wüsste, wie ihr Inhalt schmeckt. Aber gut. Bleibt bis auf weiteres erst mal zu! Als Teilespender hab ich eine ältere Danelectro U2 mit original schwarzer Hardware verwendet. Ich bin nicht zuletzt deshalb ein großer Danelectro Fan, weil man hier mit einem Korpus aus Sperrholzrahmen und zwei Hartfaserplatten (Masonite) relativ billig hervorragende Gitarren gebaut hat. Die Liste prominenter Spieler ist schier endlos lang: Mark Knopfler,  Jimmy Page, Tom Petty, Jimi Hendrix, Frank Zappa usw. Aber nach wie vor will man uns einreden, dass nur Gitarren aus hunderjährigem, luftgetrockentem und bei Vollmond geschlagenem möglichst exotischen Edelholz gut klingen können – das sollte doch seit es Danelectrogitarren gibt, also schon seit den 1950er Jahren, widerlegt sein! Jedenfalls wollte ich mal wissen, wie die Danelectro Hardware und der Hals an einem Vollholzkorpus klingt. Vollholz bedeuted in diesem Fall eine Mittelschicht aus sehr hartem Birken-Multiplex, einer Decke aus genannter Whiskykiste (Fichte) und als Hommage an die Hartfaserplatte den Boden aus einer Pressholzplatte. Mir jedenfalls gefällts ganz hervorragend! Auch die Kopfplatte hab ich noch mit einem Stückchen Holz der Whisky Kiste furniert und mit einem originalen Dewar’s Metallpin „gelabelt“. Im Video versuch ich mich am Solo der Whisky Hymne schlechthin von Thin Lizzy

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